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«Viele Politiker haben den Wunsch, dass sich die Palästinenser in Luft auflösen sollen»

Ron Ganzfried stammt aus einer jüdischen Familie und wächst mit dem Zionismus auf. Ein Besuch bei seiner Tante in West-Jerusalem lässt ihn sein Weltbild hinterfragen. Damals ist Ron 16 Jahre alt. Heute bezeichnet er Israel als Apartheidstaat und setzt sich für die Gleichberechtigung der Palästinenser*innen ein. 

 

Schreck­liche Bilder aus dem Nahen Osten erschüttern momentan die Welt. Ron Ganzfried ist im Vorstand der Gesell­schaft Schweiz-Palästina setzt sich seit Jahrzehnten mit der Situation in Israel und Palästina ausein­ander. Er ist der Auffassung, dass die Anschläge der Hamas vom 07.10. nicht ohne Kontext einge­ordnet werden können.

«Man muss unsere Parla­men­tarier unter Druck setzen.»

So ist ein langfri­stiger Frieden gemäss ihm nur möglich, wenn sich Israel von einem Apart­heid­staat hin zu einer Demokratie entwickelt, die allen Bewohner*innen volle Bürger­rechte zugesteht. Damit es dazu kommen kann, brauche es Druck von aussen: «Das fängt hier in der Schweiz an», sagt Ron. Israel müsse sofort die Bombar­die­rungen einstellen und den Gaza-Streifen durch die UN sichern lassen. «Und dann müssen Kriegs­ver­brecher vor den Inter­na­tio­nalen Straf­ge­richtshof – dazu gehören die Hamas aber auch die israe­li­schen Militärs», so Ron. Hierzu müsse man Parlamentarier*innen unter Druck setzen, um mittels «Boykott, Desin­ve­sti­tionen und Sanktionen» die Einhaltung vom Völker­recht zu erzwingen.

Wie Ron den Diskurs um Israel und Palästina in der Bericht­erstattung wahrnimmt, und weshalb er zwischen der «öffent­lichen» und «veröf­fent­lichten» Schweiz unter­scheidet, erzählt er im Video.

 

  1. Danke Ron, danke babanews
    Die Parallele zu den 30er und 40er Jahren passt auch in Bezug auf Ideolo­gie­bildung, Denkverbote und Zensur. Bitte gebt nicht auf, es ist wichtig.

  2. Danke für den guten, inter­es­santen und aufklä­renden Beitrag!

  3. Danke, ich sehe es auch fast so. Was ich vermisse ist ein Hinweis auf die Rolle von Iran/Hisbollah, welche die Proble­matik wohl nicht so ganz einfach auflösen lässt.

  4. Maršal 1892

    Just subscribed to your news magazine. Keep telling the truth. Keep writing please

  5. Sehr eindrücklich ‚bitte weiter veröffentlichen !

  6. Lieber Ron ich hoffe das du von andern gehört. Habe nur von Dir Dank 20 min gehört.

  7. Ich bin tief erschüttert vom Geschehen im Nahen Osten. Deine Aussagen sind klar und stark. Das ist nötig. Ich lerne davon — auch die Zuver­sicht nicht aufzu­geben. Dafür danke ich Dir.

  8. Hansjörg Wenger

    Deutliche Worte, ganz in meinem Sinne! Danke! Aber warum ist der Beitrag derart zusam­men­ge­schnitten? Fast in jedem Satz minde­stens ein Mal. Ich hoffe, Ron ist damit einver­standen. Gibt es irgendwo eine ungeschnittene ‑Version?

    • Hallo Hansjörg, wir haben von Ron das OK, das Video so zu veröf­fent­lichen. 🙂 Da wir unsere Videos auf diversen Social-Media-Platt­formen publi­zieren, wo es eine Zeitlimite für Videos gibt, sind wir leider gezwungen, unsere Videos so knapp zu schneiden. Herzliche Grüsse aus der Redaktion!

  9. Schneider Christine

    Lieber ron
    Du hast uns so sehr aus dem herzen gesprochen!
    Chrige und wäggu

  10. Nagel Margrith

    Liebes baba-Team
    Danke für euren Mut! Das video von Ron ist gross­artig und hilft, das die Leute die Geschichte und den Kontext kennen lernen.

  11. Dieter Kaltenhäuser

    Dem ist nichts hinzu­zu­fügen. Kurz und prägnant die richtigen Worte gewählt und mutig den Kern des Konflikts benannt. Danke!

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